Pressestimmen

„Anschaulich und gekonnt schreibt er über sich und seine Freunde, besonders die geschickt immer wieder in den Text hineinagierende Ilonka, eine Fast-Liebesbeziehung, führt zu anrührenden Momenten literarischer Intensität.“

Lutz Rathenow, Deutschlandradio Kultur

„Robert Ide beschreibt genau dies: Die immense Freiheit, sich wundern und vergleichen zu können, sich in der Zeit zurückzubeamen - und plötzlich im Lärm einer In-Location am Berliner Alexanderplatz vor dem geistigen Auge die eigene Mutter auftauchen zu sehen. Wo nämlich heute der Weekend-Club einen gigantischen Rundumblick auf die Stadt bietet, befand sich früher - unfreiwilliger Hohn - das Haus des Reisens. Geteilte Träume ist ein Buch, das wirklich berührt.“

Marko Martin, Die Welt

„Robert Ide hat einen angenehmen Ton gefunden, über Hoffnungen und Enttäuschungen, über Niederlagen und über kleine Siege zu schreiben, die die Ostdeutschen bewegen. Er versucht, in einer gelungenen Mischung aus persönlichen und allgemeinen Erlebnissen, eine Bilanz des Lebens in der DDR und in der Nachwendegesellschaft zu ziehen. Er deckt Hintergründe auf, aber nicht in dem Sinne, für alles Verständnis erwecken zu wollen, sondern in dem Bemühen, die mehrfach geteilte Gesellschaft auf einen gemeinsamen Weg zu lenken.“

Lerke von Saalfeld, Deutschlandfunk

„Verzweiflung ist Hoffnung minus Mut. Diese bedrückende Gleichung macht Ide auf, wenn er auf seine Jugend zurückblickt. Er macht sich auf die Suche nach der Erinnerung an ein Leben, von dem der Westen sowieso keine Ahnung hat. Ganz Reporter spürt er seine alte subversive Lehrerin auf, die jetzt als Direktorin resigniert; er redet mit Heinz Florian Oertel, seinem Sportreporterhelden, der in Märtyrerposen gefangen ist; er konfrontiert Jobst Wellensiek, Chef-Liquidierer nach der Wende, der auch Interflug abwickelte und Arbeitgeber von Ides Mutter war.“

Anne Haeming, Das Parlament

„Das Buch ist keineswegs anklagend oder wehmütig. Es lebt von persönlichen Erinnerungen, versucht zu erklären. Geteilte Träume ist eine absolut lesenswerte Beschreibung der Situation - 17 Jahre nach der Deutschen Einheit.“

Birgit Güll, Magazin „Vorwärts“

„Robert Ide erzählt Geschichten von Menschen, die ihm auf seinen Reisen quer durch das vereinigte Deutschland begegnet sind, und es gelingt ihm ein Porträt bundesrepublikanischer Gegenwart, das die Unterschiede nebeneinander stehen lässt. Jene aus den verschiedenen Vergangenheiten und jene der verschiedenen Träume.“

„Neues vom Buchmarkt“, Bayerischer Rundfunk

„Warum sich seine Go-West-Generation so von den Wurzeln entfernt hat, versucht Ide mit anrührenden Geschichten aus seinem Leben zu ergründen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt er auf die Tage zurück, als er mit seiner Familie an Bord einer Iljuschin durch die radioaktive Wolke über Tschernobyl flog – und sich reichlich Spucktüten füllten. Oder an jene süffisante Episode, als seine Klasse im Bio-Unterricht Kondome über Bananen stülpte. Nach dem Klingeln wurden die Südfrüchte natürlich vertilgt.“

Robert Nößler, Leipziger Volkszeitung

„Robert Ide schreibt noch einmal, auf populäre, zuweilen reportagehafte und mitunter sehr gefühlige Weise, die Geschichte der Wiedervereinigung und ihrer Folgen.“

Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung

„Ide begnügt sich nicht mit der persönlichen und kollektiven Erinnerung, er ist auch im Heute unterwegs, beschreibt den Alltag im Osten, besucht Ossi-Stammtische im Westen und trifft sich mit dem Liquidator Dr. Jobst Wellensiek, der seinerzeit im Auftrag der Treuhand die Interflug abgewickelt hat. Die Aufarbeitung der Interflug-Geschichte gehört zu den interessantesten Kapiteln des Buches.“

Frank Quilitzsch, Thüringische Landeszeitung

„Robert Ide mischt seine Erlebnisse mit einem Gruppengefühl, in dem die Vertreter von drei Generationen zu Wort kommen. In diesen gebrochenen Erzählstrom fließen Fakten über den widersprüchlichen Einigungsprozess der beiden deutschen Staaten ein. Sie erfahren aus der Sicht des heute Dreißigjährigen eine differenzierte Bewertung.“

Wolfgang Schlott, Deutschland-Archiv

„Durch mitunter skurril anmutende Begebenheiten zeigt Ide, mit Distanz und Nostalgie, wie sich die gemeinsamen Erinnerungen in den Biografien der heutigen Generation verankert haben.“

Rolf Fath, Badische Neueste Nachrichten

„Robert Ide besucht die Orte seiner Jugend, fragt Verwandte und Freunde, streut soziologische Erkenntnisse und populäre Thesen ein. Eine Mischung aus Reportage, autobiografischem Roman und Essay ist das Ergebnis. 'Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich' ist das ostdeutsche Pendant zur 'Generation Golf' von Florian Illies. Wertvolle Einblicke für jeden, egal ob ost- oder westdeutsch.“

Swantje Dake, Hamburger Morgenpost

„Ides Buch macht Eindruck, weil der Autor nie einfach behauptet, sondern neugierig nachfragt. Es wirkt sympathisch, weil Ide, der bekennende Einheitsgewinner, sich für die gefühlten Verlierer interessiert. Seine Betrachtungen bereichern die Debatte darüber, was von der DDR bleibt, indem sie sich nicht wie weitere Mörtelschichten an eine der Interpretationsmauern kleben, sondern beharrlich an deren Krusten kratzen.“

Martin Hatzius, Neues Deutschland

„Mit Statistiken und Anekdoten beschreibt er die Vereinsamung ganzer Landstriche und räumt mit vielen Vorurteilen auf. Nicht alle Einwohner der neuen Bundesländer haben resigniert, viele wollen in ihrer Heimat bleiben und tun alles für den Aufschwung, wissend, dass noch viele Jahre vergehen werden, bis die wirtschaftliche Erholung einsetzt. Auch Vergleiche mit den alten Bundesländern fehlen nicht, in denen es gerade auch jetzt viele Schließungen von Kleinunternehmen gibt. Man kann durch Robert Ides Ausführungen ein Verständnis für beide Seiten aufbringen, für jung und alt.“

Veit Ulrich, Hessischer Rundfunk

„Ein unterhaltsames Buch, das sein Thema mit Ironie und Witz verfolgt.“

Magazin "Emotion"

„Für seine reportagenartige Mischung aus historischen Tatsachen, persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen anderer hat Ide zahlreiche Quellen durchforstet: So verrät er Passagen aus seinem Tagebuch, hat sich mit Zeitzeugen getroffen und zitiert auch wissenschaftliche Studien. Seine Ergebnisse regen zu einem neuen Verständnis der Annäherungsprobleme zwischen Ost und West an und geben Hoffnung für die Zukunft.“

Britta Gürke, Deutsche Presse-Agentur

„Im Internet existiert ein Forum, in dem sich user zu Fragen, die Robert Ide in den Raum stellt, austauschen können. Als interaktives Projekt ist 'Geteilte Träume' interessant und auf der Höhe der Zeit.“

Hanna Braselmann, Kulturmagazin „Kunststoff“